Terrarium selber bauen

Ein Chamäleon Terrarium selber bauen! Um ein Chamäleon Terrarium selber bauen zu können bedarf es einiger Vorüberlegungen, die beim späteren Fertigstellungsprozess von enormer Wichtigkeit sind. Die wichtigste ist bestimmt die Auswahl des Baumaterials.

Pauschal lässt sich sagen, dass für den Chamäleonbereich Holzterrarien immer die bessere Wahl sind, da diese meist nicht dauerhaft eine sehr hohe Luftfeuchte benötigen und da Sie später natürlich auch einiges an Technik am Terrarium anbringen müssen. Lediglich für kleinere, Montan- oder Bodenbewohnende Arten, wie zum Beispiel Rhampholeon Brevicaudatus sind Glasterrarien sicher besser. Allerdings muss natürlich auch hier auf die entsprechenden Haltungsvorgaben geachtet werden.

Das Holz für die Terrarien gibt es in jedem Baumarkt. Hier eignet sich besonders OSB-Holz (dicke ca. 1,5cm), welches in Pressplattenformat verkauft wird. Haben Sie sich für ein Holz entschieden (achten Sie auf die Ungiftigkeit der Stoffe, mit denen das Holz bearbeitet wurde!), können Sie sich nun im Baumarkt entsprechende Zuschnitte machen lassen. Hierbei sollte auch auf folgendes geachtet werden:
Chamäleons sind sehr frischluftbedürftige Tiere. Deswegen sollten ein Gazeteil an einer Seite des Terrariums und ein Gazedeckel niemals fehlen! Die meisten Baumärkte haben Geräte, die es ermöglichen auch die Rechtecke für solche Gazeteile aus dem Holz heraus zu schneiden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man dies nachträglich mit einer elektrischen Säge tun. Auch für die Lüftungsflächen an der Forderseite des Terrarium und die Glasscheibe, sollten entsprechende Rechtecke ausgefräßt werden. Zusätzlich müssen Sie beim Zuschnitt darauf achten, dass Chamäleonterrarien meistens eher hoch als breit sind. Die Versiegelung ist der nächste Schritt beim Terrarium selber bauen.

Zum Versiegeln eignet sich besonders gut Epoxidharz. Dieser Zwei-Komponenten-Schutz lässt sich bei jeder Vertriebsfirma für Kunstharze, oder sogar in manchen Elektrofachmärkten kaufen. Es lässt sich einfach auf das Holz auftragen (mit einem Pinsel, NIEMALS mit der Hand) und muss danach mindestens 7 Tage durchhärten, da es beim Trockungsprozess giftige Stoffe von sich gibt. Deshalb sollte es in einem gut durchlüfteten, Raum trocknen. Auf jeden Fall sollte dieser in den 7 Tagen nicht hoch frequentiert werden. Es reicht, wenn Sie die späteren Innenseiten des Terrariums versiegeln.

Ist dieser Prozess abgeschloßen, können sie sich daran machen, die Gaze an den ausgefräßten Bereichen zu befestigen. Gaze ist ein engmaschiges, lichtdurchlässiges Netz. Dieses finden Sie ebenfalls in jedem gut sortierten Baumarkt. Es kann entweder von Außen, oder Innen über die Rechtecke gespannt werden und mit Aquariensilikon befestigt werden, oder auf Holzrahmen festgetackert werden, die Sie nachher ebenfalls mit Silikon am Terrarium befestigen. Für den Bereich, in den später die Scheiben eingesetzt werden sollen, benötigen Sie entsprechende Profile. Diese lassen sich im Terrarienfachhandel, besonders im Internet, besorgen. Auch sie werden mit Silikon befestigt. Nach Möglichkeit sollten die Profile zwischen den Terrarienteil und einen, sich im Inneren befindenen Holzrahmen geklebt werden, um kleinere Lücken zwischen Holz und Scheibe zu vermeiden. Der Holzrahmen muss natürlich auch versiegelt werden und sollte dem ausgefräßten Rechteck ein wenig „überstehen“.

Ist auch dies getan, können Sie die einzelnen Teile des Terrariums zusammenschrauben. 3-4 einfache Schrauben pro Verbindungspunkt sollten dazu ausreichen.
Als letzten Schritt können Sie die Glasscheiben einsetzten, die Sie sich vorher bei einem Glaser besorgen und zuschneiden lassen können. Floatglas mit 4- oder 6mm Stärke ist das gängige Terrarienglas und sollte eine gute Wahl für Ihr Terrarium sein.

Wie Sie sehen, muss ein Terrarium selber bauen nicht immer schwer sein. Selbsteingebaute Elemente, wie der Gazedeckel erleichtern später sogar die weitere Arbeit, da etwa Lampen einfach auf die Gaze gelegt werden können und so nicht mit dem Tier in Berührung kommen können. Des weiteren ist der Eigenbau oftmals sehr viel billiger, als ein gekauftes Terrarium.